Welche Mitgliedschaften gibt es?

Gewählt werden kann zwischen der Golfmitgliedschaft in einem regulären Golfclub, der Vereinigung clubfreier Golfer (VcG) und einer Fernmitgliedschaft. Welche Variante die beste Wahl ist, muss jeder für sich entscheiden. Hilfreich bei der Entscheidungsfindung könnte sein, sich über folgende Fragen Gedanken zu machen: Wie wichtig sind Ihnen die zahlreichen Vorteile eines Heimatclubs? Wollen Sie häufig oder nicht so oft spielen? Wie viel Geld wollen Sie maximal für eine Golfmitgliedschaft investieren? Vorweg: persönlichen Anschluss zu Gleichgesinnten finden Sie am einfachsten in den Kursangeboten eines Golfclubs. Hier werden Gruppen oft von Trainern begleitet und Mitglieder sowie Vorstand kümmern sich um die neuen Golfer*Innen.

Ohne Fleiß kein Preis: Egal für welches Mitgliedsmodell Sie sich entscheiden: Am Anfang heißt das Motto für jeden Golfer*In „üben, üben, üben...“!

Mitglied im Golfclub in der Nähe

Die ordentliche und vollwertige Clubmitgliedschaft: Wenn Sie häufig und am liebsten auf ihrem Heimplatz spielen sowie die dortigen Übungseinrichtungen nutzen möchten, ist die Mitgliedschaft im örtlichen Golfclub genau das Richtige für Sie. Eine Runde am frühen Morgen oder nach Feierabend - kein Problem. Denn die Mitgliedschaft in Ihrem Heimatclub macht Sie sehr flexibel, da Sie dort ohne zusätzliche Kosten jederzeit und auch spontan eine Runde spielen können. Schon wenn Sie 15 Runden im Jahr auf der Anlage ihres Heimatclubs spielen, ist die dortige Mitgliedschaft im Vergleich zu den anderen Möglichkeiten die günstigere und sollte Ihre erste Wahl sein. Hinzu kommt, dass Sie Ihr Golf-Budget viel besser kalkulieren können, da Sie nicht andauernd auf fremden Plätzen zum Teil sehr hohe Greenfees bezahlen müssen. Zudem sind Abstecher auf die Plätze befreundeter Clubs in der Nachbarschaft günstiger, da dort oftmals Greenfee-Sonderkonditionen gewährt werden.

Ein weiterer Vorteil ist der schnelle und unkomplizierte Anschluss im Club. Wenn Sie dort bereits den Schnupperkurs und die Platzreife gemacht haben, kennen Sie schon einige Mitglieder und die Trainer, die Begebenheiten vor Ort sind Ihnen vertraut. Gerade zu Beginn der Golf-Laufbahn ist das sehr hilfreich und macht das vieles einfacher.

Auch wer Interesse am Vereinsleben hat und vielleicht irgendwann einmal in einer Golfmannschaft oder zusammen mit anderen Vereinsmitgliedern in einer Golfgruppe spielen möchte, sollte sich für eine ordentliche und vollwertige Golfmitgliedschaft entscheiden. Für viele Mitglieder hat der soziale Aspekt beim Golfen eine große Bedeutung. Auf der Runde neue Mitglieder kennenlernen oder mit vertrauten Gesichtern spielen und sich danach im Clubhaus noch auf ein Getränk in geselliger Runde treffen: Das rundet für viele Golfer den schönen Tag auf der Anlage perfekt ab. Für viele Golfer ist der Heimatclub ein Ort, an dem sie Teil einer Gemeinschaft sind und sich dort wohl und zu Hause fühlen.

Auch die in den meisten Fällen kurze Anfahrt zum Heimat-Golfplatz spricht für das Modell der ordentlichen und vollwertigen Clubmitgliedschaft, da so Spritkosten und Zeit gespart werden. Mit einem Jahresbeitrag von etwa 1300 Euro, der je nach Region variiert, dürfte die Vollmitgliedschaft in einem Golfclub aus vielen guten Gründen für die meisten Einsteiger die erste Wahl sein.

So einfach werden Sie Mitglied im Golfclub Ihrer Wahl

Die Clubs im Golf-Verband Niedersachsen und Bremen bieten viele Mitgliedschaften für einen reibungslosen Start in die Golfkarriere. Finden Sie hier den richtigen Club in Ihrer Nähe.

Alternativen für Einsteiger

Vereinigung clubfreier Golfer (VcG): Die VcG-Mitgliedschaft ist eine Alternative für alle, die sich nicht an einen Golfclub binden wollen und entweder wenig spielen oder oft auf unterschiedlichen Plätzen unterwegs sein möchten. Der Beitrag scheint mit rund 200 Euro pro Jahr auf den ersten Blick günstig. Allerdings müssen VcG-Golfer auf jedem Platz Greenfee bezahlen – nicht selten sogar ein erhöhtes. Sogar „Rangefee“ zum Nutzen der Übunsganlagen kostet extra. Auch die Türen zum aktiven Clubleben bleiben meist verschlossen. Eine Club-Mitgliedschaft dagegen deckt alle Kosten rund um Training auf der Range und Spaß auf der Runde ohne Zusatzkosten ab.

Nicht von der Hand zu weisen: Als ordentliches Mitglied im Golfclub lernen Frau, Mann oder Kinder beim Club Professional. Der Trainer bleibt im weiteren Verlauf des Trainings immer Ansprechpartner.

Fernmitgliedschaft: Die Variante wird von regulären Golfclubs für Spieler angeboten, die 150 Kilometer oder mehr von dem Club, bei dem sie diese Mitgliedschaft beantragen, entfernt wohnen. Je nach Club sind auch geringere oder größere Distanzen möglich. Auch mit dieser Mitgliedschaft, die im Durchschnitt einen unteren dreistelligen Betrag kostet, müssen Golfer auf jedem Platz Greenfee bezahlen - sogar auf der Anlage des Clubs, dem sie selbst durch ihre Fernmitgliedschaft angehören. Auch hier gilt wie bei der VcG-Mitgliedschaft: Nach dem Feierabend beim Golfclub in der Nähe mal kurz eine halbe Runde zu spielen, kann auf die Dauer sehr teuer werden. Einen echten „Heimatclub“ haben Golfer*Innen nicht und finden nur sehr schwer Bindung zum Club in der Nähe. Wer Golfspielen ausprobieren möchte, ist in vielen Clubs mit sogenannten Kennlern- oder zeitlich begrenzten Schnupperangeboten besser unterwegs.

Gut zu wissen: Alle Golfspieler, die auf deutschen, dem DGV angehörigen Golfanlagen den Golfsport ausüben, sind über die so genannte DGV-Golferhaftpflichtversicherung versichert. Diese gilt nicht nur für Schäden, die ein Golfspieler „auf der Runde“ verursacht, sondern auch bereits beim Schnupperkurs auf der Driving Range. Die Versicherung greift beispielsweise dann ein, wenn ein Golfball nach dem Schlag eine Person oder Sache beschädigt.

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Hardfacts

  • Kostenloser oder günstiger Einstieg durch Schnupperkurse
  • Individuelle Mitgliedsmodelle
  • Flexibel bleiben und Einsteigermodell wählen